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!STEP

Einstellung der Analyseschritte

Für nichtlineare statische Analysen und nichtlineare dynamische Analysen erforderlich.

Wird diese Definition bei anderen Analysen weggelassen, sind alle Randbedingungen aktiv und die Berechnung wird in einem Schritt durchgeführt.

Bei statischen Analysen mit viskoelastischen Materialeigenschaften oder Kriechen ist TYPE=VISCO anzugeben und eine Berechnungszeitbedingung festzulegen.

TYPE (STATIC/VISCO) bezeichnet dabei den Schritttyp, der festlegt, ob das Zeitinkrement an das Material übergeben wird, und ist unabhängig vom mit !SOLUTION festgelegten Analysetyp (STATIC/DYNAMIC usw.); siehe dazu die Hinweise weiter unten.

Parameter

TYPE     = STATIC(Standardwert) / VISCO (quasistatische Analyse)
SUBSTEPS = Anzahl der Unterteilungen der Randbedingungen (Standard: 1)
CONVERG  = Schwellenwert für die Konvergenzprüfung (Standard: 1.0e-6)
MAXITER  = Maximale Anzahl von Iterationen bei nichtlinearer Analyse (Standard: 50)
AMP      = Name der Zeitfunktion (mit !AMPLITUDE angegeben)
INC_TYPE = FIXED(festes Inkrement, Standardwert) / AUTO(automatisches Inkrement)
MAXRES   = Maximal zulässiges Residuum (Standard: 1.0e+10)
TIMEPOINTS = Name der Zeitpunktliste (mit !TIME_POINTS, NAME angegeben)
AUTOINCPARAM = Name des Parametersatzes für automatische Inkremente (mit !AUTOINC_PARAM, NAME angegeben)
MAXCONTITER = Maximale Anzahl der Kontaktiterationen bei Kontaktanalyse (Standard: 10)

** 2. Zeile **

Bei INC_TYPE=FIXED (bei TYPE=STATIC kann die Angabe entfallen)

(2. Zeile) DTIME, ETIME
Variablenname Attribut Beschreibung
DTIME R Zeitinkrement (Standard: 1/SUBSTEPS)
ETIME R Schrittzeitspanne (Standard: 1)

Bei INC_TYPE=AUTO (unabhängig von TYPE anzugeben)

(2. Zeile) DTIME_INIT, ETIME, MINDT, MAXDT
Variablenname Attribut Beschreibung
DTIME_INIT R Anfängliches Zeitinkrement
ETIME R Schrittzeitspanne
MINDT R Untergrenze des Zeitinkrements
MAXDT R Obergrenze des Zeitinkrements

** 3. Zeile und folgende **

  BOUNDARY, id                                  id=GRPID definiert mit !BOUNDARY, !VELOCITY, !ACCELERATION
  LOAD, id                                      id=GRPID definiert mit !CLOAD, !DLOAD, !SPRING, !TEMPERATURE
  CONTACT, id                                   id=GRPID definiert mit !CONTACT

Verwendungsbeispiel

Beispiel für ein festes Zeitinkrement

!STEP, CONVERG=1.E-8
  0.1, 1.0
  BOUNDARY, 1
  LOAD, 1
  CONTACT, 1

Aktivieren der automatischen Inkrementanpassung mit anfänglichem Zeitinkrement 0.01, Schrittzeitspanne 2.5, Untergrenze des Zeitinkrements 1E-5, Obergrenze des Zeitinkrements 0.3 und maximal 200 Unterschritten

    !STEP, INC_TYPE=AUTO, SUBSTEPS=200
    0.01, 2.5, 1E-5, 0.3

Aktivieren der automatischen Inkrementanpassung und Angabe der Zeitpunktliste TP1 als Berechnungs- und Ergebnisausgabezeitpunkte

    !STEP, INC_TYPE=AUTO, TIMEPOINTS=TP1
    0.1, 2.0, 1E-3, 0.2

Hinweise

  • TYPE (STATIC/VISCO) ist ein Schalter dafür, ob im jeweiligen Schritt das Zeitinkrement an das Materialgesetz übergeben wird, und bildet eine vom in !SOLUTION angegebenen Analysetyp unabhängige Achse. Bei STATIC verwendet das Material kein Zeitinkrement (ratenunabhängig), bei VISCO verwenden Viskoelastizität und Kriechen das reale Zeitinkrement. Diese Unterscheidung ist nur bei statischen Analysen wirksam; bei dynamischen Analysen (!SOLUTION, TYPE=DYNAMIC) wird TYPE nicht ausgewertet und das Zeitinkrement stets als reale Zeit behandelt.
  • Bei automatischer Inkrementanpassung wird SUBSTEPS als maximale Anzahl von Unterschritten behandelt.
  • Die Angabe des Zeitpunktlistennamens TIMEPOINTS und des Parametersatznamens AUTOINCPARAM ist nur bei INC_TYPE=AUTO wirksam.
  • Wird TIMEPOINTS angegeben, muss das referenzierte !TIME_POINTS vor der !STEP-Karte definiert sein.
  • Wird AUTOINCPARAM angegeben, muss das referenzierte !AUTOINC_PARAM vor der !STEP-Karte definiert sein. Wird dieser Parameter weggelassen, wird der Standardparametersatz für automatische Inkremente verwendet.
  • Wird !STEP bei einer dynamischen Analyse weggelassen, wird die Analyse als Ein-Schritt-Analyse auf Grundlage von n_step und t_delta aus !DYNAMIC behandelt, und die definierten Randbedingungen und Lasten werden aktiviert. Dies dient der Abwärtskompatibilität; bei neuen Eingaben wird empfohlen, !STEP zu definieren.
  • Bei festen Inkrementen einer dynamischen Analyse wird empfohlen, in der zweiten Zeile von !STEP DTIME, ETIME anzugeben und damit Zeitinkrement und Schrittzeitspanne zu steuern. n_step und t_delta von !DYNAMIC werden als Standardwerte behandelt, wenn !STEP weggelassen wird, beziehungsweise zur Abwärtskompatibilität.
  • Wird bei einer dynamischen Analyse INC_TYPE=AUTO angegeben, werden Zeitinkremente mit DTIME_INIT, ETIME, MINDT und MAXDT aus der zweiten Zeile gesteuert. Automatische Inkremente und cutback werden vor allem bei nichtlinearen dynamischen Analysen mit implizitem Verfahren verwendet.
  • Bei dynamischen Analysen können über die BOUNDARY-Zeile !BOUNDARY, !VELOCITY und !ACCELERATION sowie über die LOAD-Zeile !CLOAD und !SPRING des impliziten Verfahrens schrittweise aktiviert werden.